Feuerwehrjugend zur Übersicht
Oberösterreichs Feuerwehrjugend renovierte in Südpolen von 26.07-08.08.2026 zwei Soldatenfriedhöfe und setzte damit ein starkes Zeichen für Erinnerung, Frieden und internationale Kameradschaft.
Seit über 50 Jahren ist die oberösterreichische Feuerwehrjugend in enger Zusammenarbeit mit dem Schwarzen Kreuz bei der Kriegsgräberpflege in den Soldatenfriedhöfen aus dem 1.Weltkrieg eingesetzt. 24 Jungfeuerwehrmitglieder – 17 Burschen und sieben Mädchen – sowie neun Betreuerinnen und Betreuer aus Oberösterreich waren zwei Wochen lang in Südpolen im Einsatz. Gemeinsam mit dem OÖ. Schwarzen Kreuz widmeten sie sich in der Gemeinde Plesna der Kriegsgräberpflege.
In sieben Arbeitseinsätzen wurden die Soldatenfriedhöfe Nr. 159 und 187 aus dem Ersten Weltkrieg umfassend renoviert. Die Grabstätten liegen teils tief im Wald und sind mit Fahrzeugen nur schwer erreichbar, sodass auch Werkzeug zu Fuß transportiert werden musste. Die Jugendlichen entfernten Bewuchs, reinigten Grabkreuze, setzten Umzäunungen instand und führten Anstricharbeiten durch.
Untergebracht war die Gruppe in der Mittelschule Rzuchzowa/Gmina Plesna in Form eines Jugendlagers. Für Abwechslung sorgte ein umfangreiches Freizeit- und Besichtigungsprogramm: Dazu zählten das Salzbergwerk Bochnia, eine Exkursion zur Berufsfeuerwehr Tarnow, eine Floßfahrt auf dem Dunajec sowie ein Besuch des Wintersportortes Zakopane.
Auch die internationale Kameradschaft kam nicht zu kurz. Die Jugendgruppe der FF Szczepanowice gestaltete einen gemeinsamen Abend mit Grillerei, Vorführungen und musikalischen Einlagen.
Bei der Abschlussfeier wurde der Einsatz als wichtiger Beitrag zur Erinnerung und Friedenserziehung gewürdigt. Das Jugendlager verband damit humanitäre Arbeit, historische Auseinandersetzung und gelebte internationale Freundschaft.
Die Abschlussfeier fand am Soldatenfriedhof Nr. 187 in Lubinka statt. Unter den Ehrengästen waren der Bürgermeister von Plesna, Jozef Knapic, der Geschäftsführer des OÖ. Schwarzen Kreuzes, Brigadier a.D. Dr. Johannes Kainzbauer, der ehemalige Vizemarschall von Kleinpolen und Bürgermeister von Plesna, Prof. Dr. h.c. Ladislav Sory, sowie Landesfeuerwehrkommandant LBD Robert Mayer. E-BR Christian Huemer begrüßte die Gäste und eröffnete die Feier.
In den Ansprachen wurde die Bedeutung der Pflege der Soldatenfriedhöfe als wichtiger Beitrag zur Erinnerung und Friedenserziehung hervorgehoben. Besonderer Dank galt den Burschen und Mädchen der OÖ. Feuerwehrjugend: Mit großem Engagement hatten sie in mehreren Arbeitseinsätzen die Friedhöfe Nr. 159 und 187 umfassend renoviert. Damit leisteten sie nicht nur wertvolle Arbeit für den Erhalt der Gedenkstätten, sondern setzten zugleich ein sichtbares Zeichen für Frieden und gegen das Vergessen.
Ein besonderer Dank gilt Landesgeschäftsführer des OÖ.Schwarzen Kreuzes Brigadier Dr. Johannes Kainzbauer, dem Turnusleiter Ehrenbrandrat Christian Huemer und FPräs Robert Mayer die diese Initiative unterstützen und fördern.
Bilder: E-BR Josef Riedl